WM-KICKBOXEN in Ingolstadt 1.3.2008

Ein perfekter Abend. Am Samstag, 1. März schlug der Regensburger Kickboxweltmeister Lorand Sachs den Lokalmatadoren Rene Kretschmar in der Ingolstädter Paul-Wegmann-Halle. Damit verteidigte er zum 2. Mal seinen WM-Titel. Mehr als 2000 Zuschauer, unter Ihnen Prominente wie Joey Kelly, Michaela Schaffrath und "Unter uns"-Star Ben Koytek ließen sich bereits vom Vorkampf mitreißen, doch als Ringsprecher Pierre Geisensetter den Kampf "Sachs vs. Kretschmar" ankündigte, war die Anspannung und Euphorie der 2000 Kickboxfans förmlich mit Händen zu greifen. In den ersten beiden Runden war Kretschmar zwar der aktivere Kämpfer. Sachs jedoch wartete nur darauf, bis der anfängliche Elan des Ingolstädters verpufft war. "Ich hatte gehört, dass Rene sich sehr gut vorbereitet hatte. Deshalb war ich vorsichtig und habe ihn in der ersten Runde nur beobachtet", sagt Sachs. "Danach war klar, dass er die linke Hand immer zu tief hatte. Dadurch kam ich schön mit der rechten Hand durch und an die Schläfe. Als ich ihn drei- oder viermal erwischt hatte, hatte er keine Chance mehr." Lorand Sachs war spätestens ab der 4. Runde klar überlegen, während Kretschmar immer rascher abbaute und zeitweise mächtig einstecken musste. Als der Ingolstädter in der 5. Runde angezählt wurde, warf sein Trainer Wrede das Handtuch und bewahrte Kretschmar vor einem völligen Zusammenbruch. Der demoralisierte Ingolstädter fur nach seiner Niederlage erst einmal ins Klinikum - ein tiefer Cut musste genäht werden. Lorand Sachs nach seinem Kampf: "Ich war von Anfang an sicher, dass mein Gegner die zehn Runden nicht überstehen wird, ich war noch nie zuvor mental und technisch so stark vorbereitet. Ich bin sehr stolz, ein solch starkes Team hinter mir zu haben, welches einen entscheidenden Teil zu meinem 3. WM-Sieg beigetragen hat.